Einleitung
Wenn über die 5 besten Wissenschaftler der Welt gesprochen wird, fallen fast zwangsläufig Namen wie Albert Einstein, Isaac Newton, Marie Curie, Charles Darwin und Galileo Galilei. Eine objektive Rangliste der „besten“ Wissenschaftler existiert allerdings nicht. Wissenschaftliche Leistungen entstehen in unterschiedlichen Epochen und Fachgebieten und lassen sich deshalb nur schwer direkt miteinander vergleichen. Die fünf Persönlichkeiten in diesem Artikel wurden aufgrund ihres außergewöhnlichen Einflusses auf Physik, Mathematik, Chemie, Biologie und Astronomie ausgewählt. Ihre Ideen veränderten nicht nur die Forschung ihrer eigenen Zeit, sondern prägen Wissenschaft und Technik teilweise bis heute.
Von Newtons Bewegungsgesetzen über Einsteins Relativitätstheorie und Curies Erforschung der Radioaktivität bis zu Darwins Evolutionstheorie und Galileos astronomischen Beobachtungen reicht ihr wissenschaftliches Erbe. Dabei waren diese Menschen keineswegs nur abstrakte Genies aus Lehrbüchern. Sie hatten Familien, persönliche Interessen, Schwierigkeiten, Rivalitäten und sehr unterschiedliche Lebensweisen. Gerade diese menschliche Seite macht ihre Lebensgeschichten zusätzlich interessant.
Albert Einstein
Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm im damaligen Königreich Württemberg geboren. Wenige Wochen später zog seine Familie nach München. Später lebte und studierte Einstein unter anderem in der Schweiz. 1896 begann er seine Ausbildung am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, der heutigen ETH Zürich. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst im Schweizer Patentamt in Bern. Diese vergleichsweise gewöhnliche berufliche Phase hinderte ihn nicht daran, einige der bedeutendsten physikalischen Arbeiten des 20. Jahrhunderts zu entwickeln.
Das Jahr 1905 nimmt in Einsteins Karriere eine besondere Stellung ein. In dieser Phase veröffentlichte er mehrere Arbeiten, die verschiedene Bereiche der Physik grundlegend beeinflussten. Besonders bekannt wurde seine spezielle Relativitätstheorie. Sie stellte traditionelle Vorstellungen von Raum und Zeit infrage und zeigte, dass Messungen von Zeit und Entfernung vom Bewegungszustand des Beobachters abhängen können. Aus diesem theoretischen Umfeld stammt auch die berühmte Beziehung E = mc², durch die Masse und Energie miteinander verknüpft werden.
Einstein entwickelte später die allgemeine Relativitätstheorie, die er 1915 in entscheidender Form präsentierte und 1916 ausführlich veröffentlichte. Darin beschrieb er Gravitation nicht einfach als klassische Kraft zwischen Körpern, sondern im Zusammenhang mit der Geometrie von Raum und Zeit. Diese Theorie wurde zu einer wesentlichen Grundlage der modernen Kosmologie und spielt heute unter anderem bei der Erforschung schwarzer Löcher, Gravitationswellen und der großräumigen Struktur des Universums eine wichtige Rolle.
Interessanterweise erhielt Einstein seinen Nobelpreis für Physik 1921 nicht ausdrücklich für die Relativitätstheorie. Hervorgehoben wurde insbesondere seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts. Seine Erklärung half dabei, die Quantennatur des Lichts besser zu verstehen. Der Nobelpreis für das Jahr 1921 wurde Einstein im folgenden Jahr zugesprochen.
Auch Einsteins Privatleben war bewegt. 1903 heiratete er die Mathematikerin und Physikerin Mileva Marić. Aus ihrer Beziehung gingen eine Tochter und zwei Söhne hervor. Die Ehe wurde 1919 geschieden, und noch im selben Jahr heiratete Einstein Elsa Löwenthal. Zur Entspannung spielte Musik eine große Rolle in seinem Leben; besonders die Violine begleitete ihn über viele Jahre. Einstein starb am 18. April 1955 in Princeton im Alter von 76 Jahren.
Isaac Newton
Isaac Newton wurde nach dem heute verwendeten gregorianischen Kalender am 4. Januar 1643 in Woolsthorpe in England geboren. Nach dem damals in England gültigen julianischen Kalender lautete sein Geburtsdatum dagegen 25. Dezember 1642. Sein Vater, ebenfalls Isaac Newton genannt, starb bereits vor seiner Geburt. Als seine Mutter Hannah später erneut heiratete, bekam Newton einen Halbbruder und zwei Halbschwestern. Seine frühen Familienverhältnisse waren damit wesentlich komplizierter, als die bekannte Geschichte vom genialen Wissenschaftler unter einem Apfelbaum vermuten lässt.
Newton studierte am Trinity College der Universität Cambridge. Einen besonders produktiven Abschnitt seines jungen Lebens erlebte er während der Pestjahre der 1660er, als die Universität zeitweise geschlossen war. In dieser Phase beschäftigte er sich intensiv mit Mathematik, Optik und Mechanik. Er entwickelte wichtige Grundlagen dessen, was später als Differential- und Integralrechnung bekannt wurde. Unabhängig davon arbeitete auch Gottfried Wilhelm Leibniz an entsprechenden mathematischen Methoden, was später zu einem heftigen Prioritätsstreit führte.
Newtons berühmtestes Werk ist die Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, meist einfach Principia genannt. Das Werk erschien 1687 und enthält unter anderem seine drei Bewegungsgesetze sowie seine mathematische Behandlung der universellen Gravitation. Edmond Halley spielte eine wichtige Rolle dabei, Newton zur Ausarbeitung und Veröffentlichung seiner Ideen zu bewegen.
Die drei Newtonschen Gesetze bilden die Grundlage der klassischen Mechanik. Sie beschreiben, wie sich Körper unter dem Einfluss von Kräften bewegen. Newton zeigte außerdem mathematisch, dass dieselben grundlegenden Prinzipien sowohl für fallende Körper auf der Erde als auch für die Bewegung von Himmelskörpern gelten können. Die Vorstellung einer universellen Gravitation verband damit Vorgänge auf der Erde und im Weltraum in einem gemeinsamen physikalischen Rahmen.
Newton beschränkte sich jedoch keineswegs auf Gravitation. Er führte wichtige Experimente mit Licht durch und zeigte, dass weißes Licht aus verschiedenen Farben zusammengesetzt ist. Mithilfe eines Prismas konnte er das sichtbare Spektrum untersuchen. Außerdem entwickelte er einen erfolgreichen Typ des Spiegelteleskops. Seine Arbeiten zur Optik wurden später in seinem Werk Opticks zusammengeführt. Damit hinterließ Newton sowohl in der Mathematik als auch in Physik und Astronomie ein ungewöhnlich breites wissenschaftliches Erbe.
Newton heiratete nie und es sind keine eigenen Kinder von ihm bekannt. In seinen späteren Jahren übernahm er wichtige öffentliche Ämter, unter anderem bei der Royal Mint, der englischen Münzprägeanstalt. 1703 wurde er Präsident der Royal Society und 1705 von Königin Anne zum Ritter geschlagen. Er starb 1727. Seine exakte Körpergröße gehört nicht zu den zuverlässig dokumentierten biografischen Angaben, weshalb entsprechende Zahlen mit Vorsicht behandelt werden sollten.
Marie Curie
Marie Skłodowska Curie wurde am 7. November 1867 in Warschau geboren. Sie wuchs in einer Lehrerfamilie auf, in der Bildung eine große Bedeutung hatte. Marie war das jüngste von fünf Kindern. Da Frauen im damals russisch kontrollierten Teil Polens nur begrenzte Möglichkeiten für ein reguläres Hochschulstudium hatten, entwickelte sie gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Bronisława einen Plan: Zunächst unterstützte Marie ihre Schwester finanziell beim Studium, später sollte Bronisława Marie dabei helfen, ihre eigene Ausbildung in Paris aufzunehmen.
1891 ging Marie nach Paris und studierte an der Sorbonne Physik und Mathematik. Dort lernte sie den Physiker Pierre Curie kennen, den sie 1895 heiratete. Beide verband nicht nur eine Ehe, sondern eine außergewöhnlich produktive wissenschaftliche Zusammenarbeit. Sie führten ihre Forschungen teilweise unter äußerst einfachen Laborbedingungen durch. Vieles in ihrem Alltag drehte sich um Forschung und Studium; als Ausgleich unternahmen sie unter anderem gemeinsame Fahrradtouren.
Ausgehend von Arbeiten Henri Becquerels begann Marie Curie, die rätselhafte Strahlung bestimmter Materialien systematisch zu untersuchen. Gemeinsam mit Pierre Curie stellte sie fest, dass Pechblende stärker strahlte, als sich allein durch ihren Urangehalt erklären ließ. Daraus entstand die Vermutung, dass sich darin bisher unbekannte Elemente befinden mussten. 1898 berichteten die Curies über Polonium, das Marie nach ihrer Heimat Polen benannte, und später über Radium.
1903 erhielt Marie Curie gemeinsam mit Pierre Curie und Henri Becquerel den Nobelpreis für Physik für ihre Arbeiten zu Strahlungsphänomenen. 1911 folgte der Nobelpreis für Chemie für ihre Leistungen im Zusammenhang mit Radium und Polonium sowie für die Untersuchung ihrer Eigenschaften. Marie Curie wurde damit die erste Person überhaupt, die zwei Nobelpreise erhielt. Bis heute gehört sie zu den bekanntesten Persönlichkeiten der Wissenschaftsgeschichte.
Auch außerhalb des Labors zeigte Curie, wie praktisch wissenschaftliche Erkenntnisse eingesetzt werden konnten. Während des Ersten Weltkriegs engagierte sie sich für mobile Röntgeneinheiten, mit deren Hilfe verletzte Soldaten untersucht werden konnten. Ihre Tochter Irène arbeitete dabei zeitweise mit ihr zusammen. Später wurde Irène Joliot-Curie selbst eine bedeutende Wissenschaftlerin und erhielt 1935 gemeinsam mit ihrem Ehemann Frédéric Joliot den Nobelpreis für Chemie.
Marie und Pierre Curie hatten zwei Töchter, Irène und Ève. Pierre starb 1906 bei einem Verkehrsunfall, woraufhin Marie seine wissenschaftliche und akademische Arbeit weiterführte. Sie wurde zur ersten Frau, die eine Professur an der Sorbonne übernahm. Marie Curie starb am 4. Juli 1934 im Alter von 66 Jahren. Wie bei mehreren historischen Persönlichkeiten ist auch ihre exakte Körpergröße in den maßgeblichen wissenschaftshistorischen Quellen nicht zuverlässig dokumentiert.
Charles Darwin
Charles Robert Darwin wurde am 12. Februar 1809 im englischen Shrewsbury geboren. Er stammte aus zwei angesehenen Familien. Sein Vater Robert Waring Darwin war Arzt, während sein Großvater Erasmus Darwin selbst als Arzt, Naturphilosoph und Schriftsteller bekannt war. Charles wuchs zusammen mit fünf Geschwistern auf: drei älteren Schwestern, einem älteren Bruder und einer jüngeren Schwester. Bereits in jungen Jahren entwickelte er großes Interesse an Naturgeschichte und am Sammeln von Pflanzen, Tieren und anderen Naturgegenständen.
Der entscheidende Wendepunkt in Darwins Leben begann 1831. Im Alter von 22 Jahren erhielt er die Gelegenheit, an der Reise der HMS Beagle teilzunehmen. Das Schiff verließ Plymouth am 27. Dezember 1831 und kehrte erst im Oktober 1836 nach England zurück. Während dieser fünf Jahre sammelte Darwin zahlreiche Pflanzen, Tiere, Fossilien und Gesteinsproben und beobachtete geologische sowie biologische Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen. Später bezeichnete er die Reise als eines der wichtigsten Ereignisse seines Lebens.
Die Reise wird häufig fast ausschließlich mit den Galápagos-Inseln verbunden, doch Darwins wissenschaftliche Entwicklung war wesentlich umfassender. Er verbrachte viel Zeit an Land, besonders in Südamerika, untersuchte Fossilien ausgestorbener Säugetiere, beschäftigte sich mit Geologie und sammelte eine enorme Zahl von Exemplaren. Nach seiner Rückkehr arbeitete er mit Spezialisten zusammen, um diese Sammlungen auszuwerten. Seine Reiseerfahrungen lieferten zahlreiche Beobachtungen, die später in seine Vorstellungen über Veränderung und Anpassung von Arten einflossen.
Darwins berühmteste wissenschaftliche Idee ist die Evolution durch natürliche Selektion. Vereinfacht gesagt können sich Individuen innerhalb einer Population unterscheiden. Bestimmte vererbbare Merkmale können unter gegebenen Umweltbedingungen Vorteile bieten, wodurch ihre Träger im Durchschnitt bessere Chancen haben, Nachkommen zu hinterlassen. Über sehr lange Zeiträume können solche Prozesse Populationen verändern und zur Entstehung neuer Arten beitragen. Darwin entwickelte diese Vorstellungen über viele Jahre und diskutierte ähnliche Ideen später im wissenschaftlichen Kontext mit Alfred Russel Wallace.
1859 veröffentlichte Darwin „On the Origin of Species“. Das Buch veränderte die Biologie nachhaltig und machte natürliche Selektion zu einem zentralen Bestandteil der Diskussion über Evolution. Moderne Evolutionsbiologie umfasst heute natürlich weit mehr als Darwins ursprüngliche Erkenntnisse, darunter Genetik, Molekularbiologie und Populationsgenetik. Trotzdem bleibt sein Grundgedanke der natürlichen Selektion eines der wichtigsten Konzepte der Biologie.
Darwin heiratete 1839 seine Cousine Emma Wedgwood. Das Paar bekam zehn Kinder. 1842 zog die Familie nach Down House in Kent, wo Darwin einen großen Teil seines späteren Lebens verbrachte. Seine Familie war eng in seinen Alltag eingebunden. Darwin starb am 19. April 1882 im Alter von 73 Jahren und wurde in Westminster Abbey beigesetzt.
Galileo Galilei
Galileo Galilei wurde am 15. Februar 1564 in Pisa geboren. Sein Vater Vincenzo Galilei war Musiker und Musiktheoretiker, seine Mutter hieß Giulia Ammannati. Galileo begann ein Studium an der Universität Pisa. Obwohl zunächst eine andere berufliche Richtung vorgesehen war, entwickelte er eine starke Begeisterung für Mathematik und Geometrie. Später erhielt er Professuren in Pisa und Padua und beschäftigte sich intensiv mit Mechanik, Bewegung, Instrumentenbau und Astronomie.
Galileos Name ist heute besonders eng mit dem Teleskop verbunden. Er erfand das Fernrohr allerdings nicht aus dem Nichts. Entsprechende Instrumente entstanden zuvor in den Niederlanden. Nachdem Galileo davon erfahren hatte, entwickelte und verbesserte er eigene Versionen und erkannte vor allem das enorme Potenzial des Instruments für astronomische Beobachtungen. Seine Teleskope ermöglichten ihm einen deutlich genaueren Blick auf den Himmel, als dies mit bloßem Auge möglich gewesen war.
Im Januar 1610 beobachtete Galileo Himmelskörper in der Nähe des Jupiter, die ihre Position von Nacht zu Nacht veränderten. Er erkannte, dass sie den Planeten umkreisten. Heute kennen wir sie als die vier großen Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Diese Beobachtung war von großer Bedeutung, weil sie zeigte, dass nicht sämtliche Himmelskörper die Erde umkreisen mussten. Galileo untersuchte außerdem die Oberfläche des Mondes, Sonnenflecken und die Phasen der Venus.
Seine Beobachtungen stärkten die Argumente für das heliozentrische Weltbild, bei dem die Erde und andere Planeten die Sonne umkreisen. Damit geriet Galileo zunehmend in Konflikt mit kirchlichen Autoritäten. 1633 wurde er von der römischen Inquisition verurteilt und musste seine Unterstützung bestimmter kopernikanischer Aussagen öffentlich widerrufen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er unter Hausarrest, arbeitete aber weiterhin an wissenschaftlichen Problemen.
Galileo war jedoch nicht allein wegen seiner astronomischen Beobachtungen bedeutend. Seine Experimente und mathematischen Untersuchungen der Bewegung von Körpern halfen dabei, eine neue Form der Naturwissenschaft zu etablieren, bei der Beobachtung, Experiment und mathematische Beschreibung eng miteinander verbunden wurden. Deshalb wird Galileo häufig als eine der zentralen Persönlichkeiten auf dem Weg zur modernen experimentellen Physik bezeichnet. Seine Arbeiten beeinflussten spätere Forscher, darunter auch Isaac Newton.
Galileo heiratete nicht, hatte jedoch mit Marina Gamba drei Kinder. Er starb am 8. Januar 1642 im Alter von 77 Jahren. Über persönliche Details wie seine exakte Körpergröße existieren keine ähnlich zuverlässigen wissenschaftshistorischen Aufzeichnungen wie über seine Forschung. Für ein seriöses Profil ist es deshalb besser, solche Angaben als unbekannt oder nicht sicher dokumentiert zu bezeichnen.
Direkter Vergleich
Die fünf Wissenschaftler arbeiteten in völlig unterschiedlichen Bereichen und Epochen. Galileo half, experimentelle Physik und teleskopische Astronomie voranzubringen. Newton schuf einen mathematischen Rahmen für Bewegung und Gravitation. Darwin veränderte die Vorstellung von der Entwicklung des Lebens. Curie erschloss mit ihrer Forschung zur Radioaktivität ein neues Feld der Physik und Chemie. Einstein stellte mit der Relativitätstheorie grundlegende Vorstellungen über Raum, Zeit und Gravitation auf eine neue Basis. Genau deshalb ist es schwierig, einen einzelnen von ihnen als eindeutig „besten Wissenschaftler der Welt“ zu bezeichnen.
| Wissenschaftler | Lebensdaten | Fachgebiet | Besonders bekannt für |
|---|---|---|---|
| Albert Einstein | 1879–1955 | Physik | Relativitätstheorie, photoelektrischer Effekt |
| Isaac Newton | 1643–1727 | Physik, Mathematik | Bewegungsgesetze, Gravitation |
| Marie Curie | 1867–1934 | Physik, Chemie | Radioaktivität, Radium und Polonium |
| Charles Darwin | 1809–1882 | Biologie, Naturgeschichte | Evolution durch natürliche Selektion |
| Galileo Galilei | 1564–1642 | Astronomie, Physik | Teleskopische Astronomie, Bewegungsforschung |
Die Gemeinsamkeit dieser fünf Persönlichkeiten liegt weniger in einer bestimmten Art von Intelligenz als in ihrer Bereitschaft, bestehende Vorstellungen kritisch zu überprüfen. Sie beobachteten genau, entwickelten neue Methoden und verfolgten Fragen teilweise über viele Jahre hinweg. Ihre Erkenntnisse entstanden außerdem nicht vollkommen isoliert. Einstein baute auf früheren Physikern auf, Newton nutzte Erkenntnisse unter anderem von Kepler und Galileo, und Darwin arbeitete in einer wissenschaftlichen Gemeinschaft, in der auch andere Forscher ähnliche Fragen untersuchten. Wissenschaftlicher Fortschritt ist deshalb fast immer ein Zusammenspiel zwischen individuellen Leistungen und dem Wissen vieler Generationen.
Bedeutung heute
Newtons Mechanik wird noch immer für zahlreiche technische Berechnungen verwendet, wenn relativistische oder quantenmechanische Effekte keine entscheidende Rolle spielen. Einsteins Relativitätstheorie ist dagegen besonders wichtig, wenn sehr hohe Geschwindigkeiten, große Massen oder präzise Messungen von Raum und Zeit berücksichtigt werden müssen. Beide Wissenschaftler zeigen damit hervorragend, dass neue Theorien ältere Erkenntnisse nicht zwangsläufig wertlos machen, sondern häufig ihren Gültigkeitsbereich genauer bestimmen.
Curies Forschung machte deutlich, dass Atome keineswegs die unveränderlichen Bausteine waren, für die sie lange gehalten wurden. Die Erforschung radioaktiver Prozesse wurde später wichtig für Kernphysik, Medizin und zahlreiche wissenschaftliche Messmethoden. Curie selbst setzte sich bereits dafür ein, Strahlung für medizinische Zwecke nutzbar zu machen. Ihre Geschichte steht gleichzeitig für die Schwierigkeiten, mit denen Frauen in der akademischen Welt ihrer Zeit konfrontiert waren.
Darwins grundlegende Ideen bilden bis heute einen zentralen Bestandteil der Evolutionsbiologie. Moderne Wissenschaftler verfügen inzwischen über Genetik, DNA-Sequenzierung und mathematische Populationsmodelle, von denen Darwin nichts wissen konnte. Trotzdem lässt sich natürliche Selektion beispielsweise bei der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen, Anpassungen von Populationen und der langfristigen Veränderung von Arten beobachten. Seine Theorie wurde damit nicht einfach zu einem historischen Kapitel, sondern zu einem Ausgangspunkt moderner biologischer Forschung.
Galileos Vermächtnis liegt schließlich nicht nur darin, was er beobachtete, sondern auch darin, wie er wissenschaftliche Fragen untersuchte. Messbare Beobachtungen, Experimente und mathematische Argumente erhielten in seiner Arbeit eine zentrale Bedeutung. Seine teleskopischen Entdeckungen machten zugleich sichtbar, wie technische Instrumente völlig neue wissenschaftliche Welten eröffnen können. In diesem Sinne reicht sein Einfluss weit über die Astronomie des 17. Jahrhunderts hinaus.
Wer war der bedeutendste?
Wer unter den 5 besten Wissenschaftlern der Welt den ersten Platz verdient, hängt deshalb stark vom gewählten Maßstab ab. Wer klassische Mechanik und Mathematik besonders hoch gewichtet, könnte Newton wählen. Für moderne theoretische Physik bietet sich Einstein an. In Chemie und Radioaktivitätsforschung ist Curie außergewöhnlich bedeutend, während Darwins Einfluss auf die gesamte Biologie kaum überschätzt werden kann. Galileo wiederum steht wie kaum ein anderer für den Übergang zu einer experimentell und mathematisch geprägten Naturwissenschaft. Eine feste Reihenfolge würde diesen unterschiedlichen Leistungen kaum gerecht.
FAQs
Wer sind die 5 besten Wissenschaftler der Welt?
Eine offizielle Rangliste gibt es nicht. Albert Einstein, Isaac Newton, Marie Curie, Charles Darwin und Galileo Galilei gehören jedoch zu den einflussreichsten Wissenschaftlern der Geschichte.
Wer gilt als einer der berühmtesten Wissenschaftler der Welt?
Albert Einstein zählt zu den bekanntesten Wissenschaftlern überhaupt. Seine Relativitätstheorie veränderte das Verständnis von Raum, Zeit und Gravitation grundlegend.
Welche Wissenschaftlerin gewann zwei Nobelpreise?
Marie Curie gewann zwei Nobelpreise. Sie erhielt 1903 den Nobelpreis für Physik und 1911 den Nobelpreis für Chemie.
Was war Isaac Newtons wichtigste Leistung?
Newton wurde besonders durch seine Bewegungsgesetze und das Gesetz der universellen Gravitation bekannt. Seine Arbeiten bilden bis heute wichtige Grundlagen der klassischen Physik.
Wer entwickelte die Evolutionstheorie?
Charles Darwin entwickelte die Theorie der Evolution durch natürliche Selektion. Seine Forschungen veränderten das Verständnis darüber, wie sich Arten über lange Zeiträume entwickeln.
Fazit
Albert Einstein, Isaac Newton, Marie Curie, Charles Darwin und Galileo Galilei gehören zu den Wissenschaftlern, deren Arbeiten unser Verständnis der Natur besonders nachhaltig verändert haben. Ihre Forschung beantwortete nicht einfach einzelne Fragen. Sie eröffnete neue Forschungsgebiete und zwang spätere Generationen dazu, vertraute Vorstellungen über Bewegung, Raum, Zeit, Materie, Leben oder das Universum neu zu überdenken. Genau darin liegt ihre außergewöhnliche historische Bedeutung.
Der Begriff Die 5 besten Wissenschaftler der Welt sollte dennoch nicht als wissenschaftlich festgelegtes Ranking verstanden werden. Neben diesen fünf Namen gibt es zahlreiche weitere Persönlichkeiten – darunter Michael Faraday, James Clerk Maxwell, Nikola Tesla, Ada Lovelace, Louis Pasteur, Rosalind Franklin oder Alan Turing –, deren Leistungen ebenfalls enorme Auswirkungen hatten. Wissenschaft entwickelt sich nicht durch fünf einzelne Menschen, sondern durch Generationen von Forschern. Einstein, Newton, Curie, Darwin und Galileo sind jedoch hervorragende Beispiele dafür, wie einzelne Ideen den Verlauf der Wissenschaft dauerhaft verändern können.

